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Soudal Quick-Step
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Das Soudal Quick-Step ist ein belgisches Radsportteam mit Sitz in Luxemburg, das im Jahr 2003 unter dem Namen Quick Step-Davitamon von dem Langzeitteamchef Patrick Lefevere gegrĂŒndet wurde. Seit 2017 trĂ€gt das Team den Spitznamen „The Wolfpack“.cite-ref-1[1]

Die belgische Mannschaft galt lange Zeit als stĂ€rkste Kraft bei den großen Eintagesrennen und erzielte mit Fahrern wie Tom Boonen, Paolo Bettini, Philippe Gilbert und Julian Alaphilippe zahlreiche Siege bei Paris–Roubaix (2005, 2008, 2009, 2012, 2014, 2019), der Flandern-Rundfahrt (2005, 2006, 2008, 2009, 2012, 2017, 2018, 2021), Mailand–Sanremo (2003, 2006, 2019), LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich (2018, 2022, 2023) und der Lombardei-Rundfahrt (2005, 2006). In der nĂ€heren Vergangenheit formierte sich die Mannschaft jedoch zusehends um den Belgier Remco Evenepoel der bei der Vuelta a España 2022 fĂŒr den ersten Grand-Tour-Gesamtsieg des Teams sorgte.

Weiters fĂŒhrte die Mannschaft in den Jahren 2018, 2019 und 2021 das UCI-Team-Ranking an und konnte zwischen 2012 und 2021 jeweils die meisten Erfolge einfahren. Das bislang erfolgreichste Jahr stellte die Saison 2018 dar, als das belgische Team insgesamt 73 Siege feierte.cite-ref-2[2]

Contents

‱ Geschichte
‱ Weblinks

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Organisation

Die belgische Mannschaft wird von der luxemburgischen Gesellschaft Decolef lux SARL betrieben, wobei der tschechische Unternehmer Zdeněk Bakala und der niederlĂ€ndische GeschĂ€ftsmann Bessel Kok seit November 2010 die Mehrheit der GeschĂ€ftsanteile halten und so fĂŒr eine LiquiditĂ€tsgarantie der Mannschaft sorgen.cite-ref-3-3-0[3] Als CEO der Mannschaft fungierte bis ins Jahr 2024 der frĂŒhere Radsportler und spĂ€tere Teamchef Patrick Lefevere, der das Team im Jahr 2003 grĂŒndete, indem er die Mannschaften Mapei und Domo-Farm Frites vereinte.cite-ref-1-4-0[4] Die damalige Betreibergesellschaft Esperanza bvba wurde spĂ€ter von der Decolef lux SARL ĂŒbernommen. Nachdem er die Mannschaft fĂŒr 21 Jahre gefĂŒhrt hatte, gab Patrick Lefevere im Vorfeld der Saison 2025 seinen Posten als CEO an den Belgier JĂŒrgen ForĂ© ab, der ihn im Jahr 2024 als COO unterstĂŒtzt hatte.cite-ref-5[5] Der Langzeitteamchef wechselte nun als Ehrenmitglied in den Vorstand, in dem er gemeinsam mit Zdeněk Bakala und Auret Van Zyl weiterhin die Geschicke der Mannschaft fĂŒhrt.cite-ref-6[6]

Die Mannschaft erhielt im Jahr 2005 eine Lizenz als UCI ProTeam und zĂ€hlt seit 2015 zu den nachfolgenden UCI WorldTeams. Seit der GrĂŒndung im Jahr 2003 dient Quick-Step, eine Marke fĂŒr BodenbelĂ€ge der Unilin BVBA aus Wielsbeke, durchgehend als Namensgeber, wĂ€hrend die Co-Sponsoren der Mannschaft im Verlauf der Saisonen öfters wechselten. Der aktuelle Co-Sponsor, Soudal, ist ein Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen.

Am 8. Juni 2008 verließ Quick Step vorĂŒbergehend die Vereinigung der Profimannschaften AIGCP. BegrĂŒndet wurde dieser Schritt durch die massiven Unterschiede bezĂŒglich Budgets und Standards zwischen den Profiteams.cite-ref-7[7] Aktuell ist das Team jedoch Mitglied der AIGCP.

Mit Ablauf der Saison 2011 wurde das Team mit dem Team Omega Pharma-Lotto fusioniert, wobei es ursprĂŒnglich hieß, dass die Betreiberfirma von Omega Pharma-Lotto, Belgian Cycling Company sa, das Management des gemeinsamen Teams ĂŒbernehmen wĂŒrde.cite-ref-8[8] Allerdings ĂŒbernahm das gemeinsame Team nicht nur den Großteil der Fahrer und des Personals des Quick Step Cycling Teams, sondern firmierte auch unter der Adresse des Betreibers Esperanza bvba. Zu Beginn der Saison 2014 verlegte Patrick Lefevere die Betreibergesellschaft unter dem Namen Decolef lux sarl nach Luxemburg.cite-ref-9[9] Im Herbst 2023 wurden PlĂ€ne bekannt, die Mannschaft mit Beginn der Saison 2024 mit dem niederlĂ€ndischen Team Jumbo-Visma zu fusionieren. Nach einigen Tagen wurde die Fusion abgesagt. Lefevere und Bakala einigten sich darauf, das Soudal Quick Step-Team noch zwei weitere Jahre zu betreiben.cite-ref-10[10]

Geschichte

Die belgische Quick-Step-Mannschaft gilt als Nachfolger des italienischen Mapei-Teams. GegrĂŒndet wurde die Mannschaft im Jahr 2003 von Patrick Lefevere, wobei er die beiden Teams Mapei und Domo-Farm Frites unter dem Hauptsponsor Quick-Step vereinte. Bereits im Jahr 1995 war Patrick Lefevere fĂŒr das Mapei-Team tĂ€tig, ehe er mit der Saison 1998 den Italiener Giuseppe Saronni als Teamchef ersetzte. Zugleich lukrierte er damals mit Quick-Step einen neuen Co-Sponsor.cite-ref-1-4-1[4] Dieser blieb fixer Bestandteil des Teams, ehe sich Mapei nach der Saison 2002 aufgrund von anhaltender Dopingskandale aus dem Radsport zurĂŒckzog.cite-ref-11[11] Patrick Lefevere hatte unterdessen im Jahr 2001 das Team Domo-Farm Frites gegrĂŒndet, das um den belgischen Kern der Mapei-Mannschaft aufgebaut worden war.cite-ref-12[12]

Quickstep-Davitamon (2003–2004)

In ihrer ersten Saison fuhr die neugegrĂŒndete Mannschaft unter dem Namen Quickstep-Davitamon. Von den 25 Fahrern stammten jeweils zehn aus den Teams Mapei und Domo-Farm Frites. Neu hinzu kam der damals 22-jĂ€hrige Tom Boonen, der in seiner ersten Saison als Radprofi fĂŒr das US Postal Team als Dritter auf dem Podium von Paris–Roubaix gestanden war. Als KapitĂ€ne galten die Belgier Johan Museeuw und Frank Vandenbroucke, sowie der Italiener Paolo Bettini, die damals zu den besten Klassiker-Fahrern zĂ€hlten. Weitere bekannte Fahrer waren der Franzose Richard Virenque, der die Bergwertung der Tour de France zu diesem Zeitpunkt bereits fĂŒnf Mal fĂŒr sich entschieden hatte und der erst 23-jĂ€hrige Michael Rogers. FĂŒr den ersten Saisonsieg des Quickstep-Davitamon sorgte der Belgier Servais Knaven als er bereits im Februar eine Etappe der Katar-Rundfahrt fĂŒr sich entschied. Im Anschluss folgte der erste große Erfolg durch Johan Museeuw beim Omloop Het Volk, ehe Paolo Bettini mit Mailand–Sanremo eines der fĂŒnf Monumente des Radsports gewann. Im weiteren Saisonverlauf triumphierte der Italiener auch bei den Hamburger Cyclassics und der ClĂĄsica San SebastiĂĄn und gewann die vorletzte Austragung des UCI-Straßenradsport-Weltcups. Johan Museeuw und Tom Boonen blieben bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern großteils hinter ihren Erwartungen zurĂŒck, wobei Frank Vandenbroucke als Zweiter auf dem Podium der Flandern-Rundfahrt stand. Bei der Tour de France waren Servais Knaven und Richard Virenque mit jeweils einem Etappensieg erfolgreich, wobei letzterer zum sechsten Mal die Bergwertung gewann. FĂŒr Aufsehen sorgte auch der junge Michael Rogers, der fĂŒnf der 19 Saisonsiege beisteuerte und am Ende des Jahres im kanadischen Hamilton Einzelzeitfahrweltmeister wurde, nachdem der Titel dem des Doping ĂŒberfĂŒhrten David Millar aberkannt worden war.cite-ref-13[13]

Bereits nach einer Saison verließ Frank Vandenbroucke die Quickstep-Davitamon-Mannschaft wegen Streitigkeiten mit Patrick Lefevre.cite-ref-14[14] Johan Museeuw bestritt seine letzte Klassiker-Saison, ehe er seine Karriere nach dem FrĂŒhjahr beendete. Bei Paris-Roubaix bestritt er sein Vorletztes Rennen, wobei er in aussichtsreicher Position liegend kurz vor dem Ziel wegen eines Platten aus der Spitzengruppe zurĂŒckfiel.cite-ref-15[15] In seiner Zeit bei der Quick-Step-Mannschaft diente er zudem als Mentor fĂŒr Tom Boonen, der im FrĂŒhjahr 2004 den E3-Preis, Gent–Wevelgem und den Scheldeprijs gewann.cite-ref-16[16] Insgesamt war Tom Boonen im Jahr 2004 19-mal erfolgreich. Bei seinem Tour-de-France-DebĂŒt gewann er zwei Etappen, wobei er auch den abschließenden Sprint auf der Champs ÉlysĂ©es fĂŒr sich entschied. Zwei weitere Tour-de-France-Etappensiege steuerten Richard Virenque und Juan Miguel Mercado bei, wobei ersterer zum siebten Mal die Bergwertung der Tour de France fĂŒr sich entschied. Paolo Bettini gewann neben Tirreno–Adriatico auch die letzte Austragung des UCI-Straßenradsport-Weltcups und krönte sich im Straßenrennen von Athen zum Olympiasieger. Der Australier Michael Rogers verteidigte am Ende der Saison seinen Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren.

Quickstep-Innergetic (2005–2010)

Mit dem Jahr 2005 ging die belgische Mannschaft unter dem Namen Quickstep-Innergetic als eines von 20 UCI ProTeams an den Start und war somit bei allen Wettbewerben der UCI ProTour startberechtigt.cite-ref-17[17] Neben Johan Museeuw beendete auch Richard Virenque seine Karriere, womit das Team zwei LeistungstrĂ€ger verlor. Neu hinzu kamen namhafte Fahrer wie Filippo Pozzatto und Rik Verbrugghe. Die Mannschaft fokussierte sich somit weiterhin vorrangig auf die Klassiker und großen Eintagesrennen. Beim Omloop Het Volk feierte das Quickstep-Innergetic-Team einen Doppelsieg, wobei sich Nick Nuyens als Solist vor Tom Boonen durchsetzte, der den Sprint um den zweiten Rang gewann. Im weiteren Saisonverlauf stieg Tom Boonen zum Dominator bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern auf und gewann zunĂ€chst den E3 Prijs Vlaanderen, ehe er sowohl die Flandern-Rundfahrt als auch Paris–Roubaix fĂŒr sich entschied. Tom Boonen war somit erst der neunte Fahrer, der die beiden Monumente des Radsports in einem Jahr gewinnen konnte. Im Anschluss sicherte er sich auch die Gesamtwertung der Belgien-Rundfahrt und war auf zwei Etappen der Tour de France erfolgreich, die er jedoch auf der 11. Etappe als TrĂ€ger des GrĂŒnen Trikot wegen Sturzverletzungen nicht in Angriff nahm.cite-ref-18[18] Durch Paolo Bettini war die Mannschaft erstmals auch bei den anderen beiden Grand Tours, dem Giro d’Italia und der Vuelta a España erfolgreich, da der zwischenzeitlich 31-jĂ€hrige Italiener bei beiden Rundfahrten jeweils eine Etappe gewinnen konnte. Weiters fĂŒhrte er den Giro d’Italia fĂŒr insgesamt vier Tage an, womit die Mannschaft erstmals ein FĂŒhrungstrikot bei den großen Landesrundfahrten in ihren Reihen hatte.cite-ref-19[19] Am Ende der Saison folgten weitere Erfolge in der neugeschaffenen UCI ProTour. Filippo Pozzatto gewann die Hamburger Cyclassics, ehe Paolo Bettini ZĂŒri-Metzgete und die Lombardei-Rundfahrt fĂŒr sich entschied. Die Mannschaft stellte somit in der Saison 2005 drei der fĂŒnf Sieger bei den Monumenten des Radsports. In der Gesamtwertung der UCI ProTour belegte die Quickstep-Innergetic-Mannschaft trotz ihrer 35 Saisonsiege nur den zwölften Rang, wobei sich Tom Boonen in der Einzelwertung nur dem Italiener Danilo Di Luca geschlagen geben musste. FĂŒr einen gebĂŒhrenden Saisonabschluss sorgten Tom Boonen und Michael Rogers, als sie sich in Madrid zu den Weltmeistern im Straßenrennen bzw. Einzelzeitfahren krönten. Da Michael Rodgers die Mannschaft mit Saisonende verließ, hatte das Team mit Tom Boonen nur einen TrĂ€ger des Regenbogentrikots in ihren Reihen.

Im Vorfeld der Saison 2006 verließen zwölf Fahrer das Quickstep-Innergetic-Team. Mit Steven de Jongh sicherte man sich einen weiteren Klassiker-Spezialisten, wĂ€hrend der bereits 29-jĂ€hrige Juan Manuel GĂĄrate als erfahrener Gesamtklassement-Fahrer geholt wurde. Bereits im FrĂŒhjahr konnte die Mannschaft zahlreiche Erfolge einfahren. Tom Boonen startete bei der Katar-Rundfahrt als Weltmeister in die Saison und gewann neben der Gesamtwertung vier der fĂŒnf Etappen. Im Anschluss sorgten der Belgier und Paolo Bettini fĂŒr mehrere Etappensiege bei Paris–Nizza und Tirreno–Adriatico, wĂ€hrend Nick Nuyens mit Kuurne–BrĂŒssel–Kuurne ein großes belgisches Eintagesrennen gewann. Im MĂ€rz gewann Filippo Pozzato mit Mailand–Sanremo das erste Monument der Saison, ehe Tom Boonen wenige Wochen spĂ€ter seinen Vorjahressieg bei der Flandern-Rundfahrt wiederholte. Im Anschluss musste sich der Belgier bei Paris–Roubaix nur dem Schweizer Fabian Cancellara geschlagen geben, der neben Tom Boonen zum zweiten Dominator bei den Klassikern aufstieg. Neben seinem zweiten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt war Tom Boonen im Jahr 2006 auch beim E3 Prijs Vlaanderen und dem Scheldeprijs erfolgreich. Bei der Tour de France ĂŒbernahm er auf der 3. Etappe das Gelbe Trikot, das er im Anschluss fĂŒr vier Tage trug.cite-ref-20[20] Wie bereits im Vorjahr gab er die Frankreich-Rundfahrt jedoch vorzeitig auf, wobei er vor der 15. Etappe in aussichtsreicher Position im Kampf um die Punktewertung lag. FĂŒr den einzigen Tour-de-France-Etappensieg sorgte der Neuzugang Matteo Tosatto, der die 18. Etappe aus einer Ausreißergruppe gewann. Beim Giro d’Italia sorgten Paolo Bettini und Juan Manuel GĂĄrate fĂŒr jeweils einen Etappensieg, wobei letzterer die Bergwertung fĂŒr sich entschied und als Gesamtsiebter das erste Top 10 Resultat bei einer Grand Tour fĂŒr die belgische Mannschaft einfuhr. Bei der Vuelta a España war es erneut Paolo Bettini, der einen weiteren Etappensieg holte. Die Höhepunkte des Italieners folgten jedoch am Ende der Saison, als er zunĂ€chst Weltmeister im Straßenrennen von Salzburg wurde und wenige Tage spĂ€ter mit der Lombardei-Rundfahrt ein drittes Monument fĂŒr die Mannschaft gewann. Mit 43 Saisonsiegen zĂ€hlte das Quickstep-Innergetic-Team erneut zu den erfolgreichsten Mannschaften.

Mit Filippo Pozzato und Nick Nuyens verließen zwei erfolgreiche Fahrer das Quickstep-Innergetic-Team. Patrick Lefevere sicherte sich mit Peter Van Petegem jedoch die Dienste eines bekannten Klassiker-Fahrers, der als letzter Fahrer vor Tom Boonen das Double aus Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix geschafft hatte. Der zwischenzeitlich 36-jĂ€hrige Belgier hatte in der Saison 2006 jedoch nur wenige Top-Resultate erzielen können und hatte aus diesem Grund keine VertragsverlĂ€ngerung beim Team Davitamon-Lotto erhalten. Auch bei der Quickstep-Innergetic-Mannschaft konnte Peter Van Petegem nicht ĂŒberzeugen und gab am Saisonende sein Karriereende bekannt.cite-ref-21[21] Zwei weitere bekannte NeuzugĂ€nge fĂŒr die Saison 2007 waren Giovanni Visconti, der noch am Anfang seiner Karriere stand und der Spanier Carlos Barredo. Im FrĂŒhjahr stand Tom Boonen als Dritter auf dem Podium von Mailand–Sanremo. Weiters gewann er Kuurne–BrĂŒssel–Kuurne, Dwars door Vlaanderen und zum dritten Mal in Folge den E3 Prijs Vlaanderen. Sowohl bei der Flandern-Rundfahrt als auch bei Paris–Roubaix musste er sich jedoch geschlagen geben und belegte mit den RĂ€ngen zwölf und sechs die beste Platzierung seiner Mannschaft. Der zweite LeistungstrĂ€ger, Paolo Bettini, konnte im FrĂŒhjahr nur einen Etappensieg bei der Kalifornien-Rundfahrt einfahren, ehe er als Vierter nur knapp das Podium bei LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich verpasste. Nachdem die Quickstep-Innergetic-Mannschaft beim Giro d’Italia ohne Etappensieg geblieben war, folgten gleich vier Tageserfolge bei der Tour de France, wobei Tom Boonen neben zwei Abschnitten auch die Punktewertung fĂŒr sich entscheiden konnte. Die weiteren Etappensiege holten Gert Steegmans und CĂ©dric Vasseur. Im Vorfeld der Vuelta a España musste sich Juan Manuel GĂĄrate bei der ClĂĄsica San SebastiĂĄn nur dem Italiener Leonardo Bertagnolli geschlagen geben, der im Nachhinein jedoch aus den Siegerlisten gestrichen wurde.cite-ref-22[22] Bei der Spanien-Rundfahrt sorgte Paolo Bettini im Regenbogentrikot fĂŒr einen weiteren Grand-Tour-Etappensieg, ehe Carlos Barredo die letzte dreiwöchige Landesrundfahrt der Saison auf dem zehnten Gesamtrang beendete. Bei den Straßenradsport-Weltmeisterschaften, die im deutschen Stuttgart ausgetragen wurden, setzte sich Paolo Bettini im Sprint einer kleinen Gruppe durch und verteidigte somit seinen Weltmeistertitel.cite-ref-23[23] Da er auch im Jahr 2008 fĂŒr die belgische Quickstep-Innergetic-Mannschaft fuhr, hatte das Team das Regenbogentrikot zum dritten Jahr in Folge in ihren Reihen. Die zahlreichen Erfolge spiegelten sich jedoch erneut nicht in dem Team-Ranking der UCI ProTour wider, wo die belgische Mannschaft nur den 13. Platz belegte. Insgesamt konnte das Quickstep-Innergetic-Team in der Saison 2007 36 internationale Siege einfahren.

Im Jahr 2008 wechselte der Belgier Stijn Devolder zur Quickstep-Innergetic-Mannschaft. Der 28-JĂ€hrige hatte zuvor in erster Linie bei kleineren Rundfahrten auf sich aufmerksam gemacht und unter anderem im Jahr 2007 die Österreich-Rundfahrt fĂŒr sich entschieden. WĂ€hrend Tom Boonen erneut die Katar-Rundfahrt gewann, setzte sich Stijn Devolder im FrĂŒhjahr bei der Algarve-Rundfahrt durch, ehe er an der Seite seines Landsmanns bei der Flandern-Rundfahrt an den Start ging. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel griff Stijn Devolder im belgischen Meistertrikot an, wĂ€hrend Tom Boonen im Hauptfeld bei den anderen Mitfavoriten verblieb. Im Anschluss baute Stijn Devolder seinen Vorsprung weiter aus und gewann die Flandern-Rundfahrt schlussendlich als Solist mit einem Vorsprung von wenigen Sekunden.cite-ref-24[24] Wenig Tage spĂ€ter ging er auch bei Paris–Roubaix an den Start, wo er erneut rund 50 Kilometer vor dem Ziel angriff. Diesmal konnte er sich jedoch nicht absetzen und fiel zurĂŒck, als Fabian Cancellara auf den letzten 30 Kilometern antrat. Einzig Tom Boonen und Alessandro Ballan konnten dem Schweizer folgen, wobei sich Boonen im Sprint auf der Radrennbahn von Roubaix durchsetzte und so fĂŒr einen weiteren Sieg bei einem Monument sorgte.cite-ref-25[25] Steven de Jongh und Wouter Weylandt sorgten fĂŒr weitere Erfolge bei kleineren belgischen Eintagesrennen, wobei letzter als Dritter auf dem Podium von Gent–Wevelgem stand. Nach den FrĂŒhjahresklassikern wurde im Juni bekanntgegeben, dass Tom Boonen gemeinsam mit anderen Teamkollegen zum französischen Bouygues TĂ©lĂ©com Team wechseln wollte.cite-ref-26[26] Der Vertrag kam jedoch nicht zustande, da Boonen positiv auf Kokain getestet wurde.cite-ref-27[27] Patrick Lefevere sprach seinem SchĂŒtzling weiterhin das Vertrauen aus, obwohl er von den Organisatoren am Start bei der Tour de France gehindert wurde.cite-ref-28[28] Stijn Devolder hingegen ging als KapitĂ€n bei der Frankreich-Rundfahrt an den Start, nachdem er die Gesamtwertung der Belgien-Rundfahrt fĂŒr sich entschieden hatte. Als Ziel gab er eine Top-10-Platzierung aus, wobei er nach neun Etappen auf dem siebten Gesamtrang lag.cite-ref-29[29] Nachdem er in den PyrenĂ€en fiel Zeit verloren hatte, gab er die Rundfahrt auf der 15. Etappe aufgab.cite-ref-30[30] FĂŒr den einzigen Tour-de-France-Etappensieg sorgte der Belgier Gert Steegmans, der den abschließenden Sprint auf der Champs ÉlysĂ©es fĂŒr sich entschied. Am Ende der Saison gingen Tom Boonen und Paolo Bettini bei der Vuelta a España an den Start, wo beide jeweils zwei Etappensiege feierten. Zudem steuerte Wouter Weylandt einen fĂŒnften Tageserfolg bei. Wie in den vorangegangenen Jahren konnte die belgische Mannschaft mehr als 40 Siege einfahren. Im Team-Ranking der UCI ProTour belegte man mit dem fĂŒnften Rang erstmals eine Platzierung in den ersten Positionen.

Da Paolo Bettini seine Karriere mit Ende 2008 beendet hatte, verlor die Quickstep-Innergetic-Mannschaft fĂŒr die Saison 2009 einen ihrer wichtigsten LeitungstrĂ€ger. Auch Gert Steegmans, Juan Manuel GĂĄrate und Giovanni Visconti verließen die Mannschaft, wobei mit Sylvain Chavanel und JĂ©rĂŽme Pineau zwei französische Klassiker-Spezialisten unter Vertrag genommen wurden. Zu Saisonbeginn zweite der Australier Allan Davis auf, der bereits in der vorangegangenen Saison seine ersten Rennen fĂŒr die belgische Mannschaft bestritten hatte. Nach seinem Gesamtsieg bei der Tour Down Under sprintete er bei Mailand–Sanremo auf den vierten Rang und verpasste somit nur knapp das Podium. Tom Boonen gewann erneut Kuurne–BrĂŒssel–Kuurne, musste sich jedoch bei Dwars Door Vlaanderen und dem E3 Prijs Vlaanderen geschlagen geben. Bei der Flandern-Rundfahrt prĂ€sentierte sich erneut Stijn Devolder als stĂ€rkster Fahrer, als er sich rund 25 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg der Mauer von Geraardsbergen als Solist absetzte und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte.cite-ref-31[31] Im Anschluss konnte auch Tom Boonen seinen Sieg bei Paris–Roubaix wiederholen, wobei er das Velodrom diesmal als Solist erreichte.cite-ref-32[32] Kurz nach seinem Sieg wurde Tom Boonen zum dritten Mal positiv auf Kokain getestet und von seiner Mannschaft fĂŒr mehrere Wochen gesperrt. Der erste positive Test stammte dabei aus dem Jahr 2007, wobei er zunĂ€chst nicht veröffentlicht worden war. Tom Boonen ging zwar bei der Tour de France an den Start, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurĂŒck und gab die Rundfahrt vor der 15. Etappe auf.cite-ref-33[33] Auch im weiteren Saisonverlauf blieb die Mannschaft hinter ihren frĂŒheren Leistungen zurĂŒck und konnte bei den Grand Tours keinen Etappensieg erzielen. Am Ende der Saison standen der Mannschaft nur 21 internationale Erfolge zu Buche.

Im Vorfeld der Saison 2010 verließen Allan Davis und Steven de Jongh die belgische Mannschaft, wobei letzterer seine Karriere beendete. Bei den FrĂŒhjahresklassikern zeigte Tom Boonen erneut mit guten Ergebnissen auf, wobei er kein Rennen fĂŒr sich entscheiden konnte. Nachdem er bei Mailand–Sanremo im Sprint dem Spanier Óscar Freire unterlag, konnte er bei der Flandern-Rundfahrt dem Schweizer Fabian Cancellara nicht folgen und stand somit bei beiden Monumenten als Zweiter auf dem Podium. Bei Paris–Roubaix wurde er beim Sieg von Fabian Cancellara FĂŒnfter, der somit ebenfalls das Double aus Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix schaffte. Auch Stijn Devolder blieb hinter seinen frĂŒheren Leistungen zurĂŒck und konnte mit der Gesamtwertung der Belgien-Rundfahrt in der gesamten Saison nur ein Rennen gewinnen. Anders als bei den Klassikern konnte die Mannschaft mehrere Etappensiege bei den Grand Tours feiern. ZunĂ€chst waren Wouter Weylandt und JĂ©rĂŽme Pineau beim Giro d’Italia erfolgreich, ehe Sylvain Chavanel zwei Etappen der Tour de France gewann. Des Weiteren ĂŒbernahm der Franzose nach beiden Etappensiegen das Gelbe Trikot, das er beide Male jedoch tags drauf wieder abgeben musste. Mit nur 13 internationalen Erfolgen konnte die Mannschaft im Jahr 2010 die bis dahin wenigsten Siege einfahren.

Quickstep Cycling Team (2011)

Bereits im November 2010 gab die damalige Betreibergesellschaft Esperanza bvba bekannt, dass Zdeněk Bakala, ein tschechischer Investor, und Bessel Kok, ein niederlĂ€ndischer GeschĂ€ftsmann, die Mehrheit der GeschĂ€ftsanteile ĂŒbernommen und eine LiquiditĂ€tsgarantie fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre zugesichert haben.cite-ref-34[34] In der Saison 2011 ging die belgische Mannschaft unter dem Namen Quickstep Cycling Team an den Start, wobei Innergetic weiterhin als Co-Sponsor fungierte. Mit nur fĂŒnf internationalen Erfolgen erreichte die Mannschaft einen neuen Tiefpunkt, wobei das Team von Patrick Lefevere erstmals seit der Abspaltung vom Mapei-Team im Jahr 2001 keinen Fahrer in den Top 10 von Paris–Roubaix platzieren konnte.cite-ref-35[35] Im Vorfeld der Saison waren die AbgĂ€nge von namhaften Fahrern wie Stijn Devolder, Wouter Weylandt und Matteo Tosatto durch Nachwuchsfahrer wie Matteo Trentin und Gerald Ciolek ersetzt worden. Zudem kehrte Gert Steegmans nach zwei Jahren zu der Mannschaft zurĂŒck, die sich auch die Dienste des Cyclocross-Weltmeisters Zdeněk Ć tybar und Niki Terpstra sichern konnte. Im FrĂŒhjahr gewann Tom Boonen das belgische Eintagesrennen Gent–Wevelgem im Massensprint, was fĂŒr die Mannschaft jedoch der einzige Erfolg in der neugeschaffenen UCI WorldTour blieb. Bei der Flandern-Rundfahrt kam es zu einem Dreier-Sprint zwischen Sylvain Chavanel, Fabian Cancellara und Nick Nuyens, wobei sich der erstgenannte Franzose mit Platz zwei begnĂŒgen musste. Tom Boonen erreichte das Ziel mit wenigen Sekunden RĂŒckstand als Vierter.cite-ref-36[36] Im Anschluss konnte die Mannschaft keine weiteren Akzente setzen und belegte im UCI-WorldTour-Ranking den 16. Platz von 18 Mannschaften.

Bereits im Jahr 2010 schlug Patrick Lefevere eine Fusion mit dem zweiten UCI ProTeam Omega Pharma-Lotto vor, um ein gemeinsames UCI WorldTeam aufzustellen.cite-ref-37[37] Marc Sergeant, der Teamchef der Omega Pharma-Lotto Mannschaft, lehnte diesen Vorschlag jedoch zunĂ€chst ab.cite-ref-38[38] Nach Verhandlungen zwischen den Sponsoren Omega Pharma, Quick-Step und Innergetic, sowie einer Zusage von Bessel Kok, bestĂ€tigte Patrick Lefevere am 1. August 2011, dass es zu einer Fusion der beiden Mannschaften kommen wĂŒrde.cite-ref-39[39]cite-ref-0-40-0[40] Letztendlich ĂŒbernahm die Mannschaft von Patrick Lefevere nicht nur den Großteil der Fahrer und des Personals des Quick Step-Teams, sondern firmierte auch weiterhin unter der Adresse des Betreibers Esperanza bvba. UrsprĂŒnglich hatte es jedoch geheißen, dass die Betreiberfirma von Omega Pharma-Lotto, Belgian Cycling Company sa, das Management des gemeinsamen Teams ĂŒbernehmen wĂŒrde.cite-ref-41[41] Der Sponsor Lotto hatte unterdessen bereits am 6. August bekanntgegeben eine neue Mannschaft unter der Leitung von Marc Sergeant aufzustellen.cite-ref-42[42] Diese fuhr im Jahr 2012 unter dem Namen Lotto-Belisol, womit der Großteil der ursprĂŒnglichen Strukturen der beiden Mannschaften vorhanden blieb und letztlich nur Omega Pharma als Sponsor zwischen den beiden Teams wechselte.

Omega Pharma-Quick-Step (2012–2014)

Im Jahr 2012 kam es nach dem geplatzten Zusammenschluss zu einer Umstrukturierung der Mannschaft, wobei der Fokus weiterhin auf den großen Eintagesrennen blieb. Von den zwölf NeuzugĂ€ngen stammte die HĂ€lfte der Fahrer vom Team HTC-Highroad, das sich nach der Saison 2011 aufgelöst hatte.cite-ref-43[43] Vom Team Omega Pharma-Lotto hingegen wurde kein einziger Fahrer unter Vertrag genommen. Mit Tony Martin nahm die Omega Pharma-Quick-Step-Mannschaft den amtierenden Zeitfahrweltmeister unter Vertrag. Weiters verpflichtete das Team den 38-jĂ€hrigen Rundfahrten-Spezialisten Levi Leipheimer, sowie den Nachwuchsfahrer MichaƂ Kwiatkowski. Bereits im Januar gewann die Mannschaft fĂŒnf der sieben Etappen bei der Tour de San Luis und stellte zudem mit Levi Leipheimer den Gesamtsieger der Rundfahrt. Der US-Amerikaner bestritt im weiteren Saisonverlauf auch die Tour de France, ehe er mit 10. Oktober aufgrund der USADA Untersuchung im Fall Lance Armstrong gesperrt wurde und seine Karriere beendete.cite-ref-44[44] Bei den belgischen FrĂŒhjahresklassikern folgten zahlreiche Erfolge, wobei das Team den Sieger beim Nokere Koerse, Handzame Classic, Dwars door Vlaanderen, E3 Prijs Vlaanderen und Gent–Wevelgem stellte. Einen Großteil der Erfolge steuerte damals der Klassiker-KapitĂ€n Tom Boonen bei, der im Anschluss die Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix, womit er der erste Fahrer war, der das Double zum zweiten Mal schaffte.cite-ref-45[45] Bei der Flandern-Rundfahrt setzte er sich im Zwei-Mann-Sprint gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Filippo Pozzato durch, ehe er in Roubaix nach einem Solo ĂŒber mehr als 50 Kilometer als Solist ankam.cite-ref-46[46] Mit drei bzw. vier Siegen wurde er zudem Rekordhalter bei beiden Rennen. Nachdem die Mannschaft weder beim Giro d’Italia noch bei der Tour de France eine Etappe gewinnen konnte, sorgte Dario Cataldo fĂŒr den einzigen Grand-Tour-Etappensieg, als er eine anspruchsvolle Bergankunft bei der Vuelta a España fĂŒr sich entschied. FĂŒr den einzigen Gesamtsieg bei einer Rundfahrt der UCI WorldTour sorgte der 27-jĂ€hrige Tony Martin, als er die Tour of Beijing fĂŒr sich entschied. Bei den Straßenradsport-Weltmeisterschaften in Limburg gewann das Omega Pharma-Quick-Step-Team die erste Austragung des Mannschaftszeitfahrens, wobei sie damals Tom Boonen, Sylvain Chavanel, Tony Martin, Niki Terpstra, Kristof Vandewalle und Peter Velits entsandte. Weiters war Tony Martin im Einzelzeitfahren erfolgreich und verteidigte so das Regenbogentrikot. Mit mehr als 40 internationalen Siegen fand die Mannschaft zudem zu ihrer frĂŒheren StĂ€rke zurĂŒck.

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Omega Pharma-Quickstep/Saison 2012

FĂŒr die Saison 2013 verstĂ€rkte sich die Omega Pharma-Quick-Step-Mannschaft mit dem Briten Mark Cavendish, der damals zu den besten Sprintern zĂ€hlte. Zudem nahm die Mannschaft gegen Ende der Saison auch den zwischenzeitlich 39-jĂ€hrigen Alessandro Petacchi unter Vertrag, der in seiner Karriere als Sprinter ebenfalls mehrere Grand-Tour-Etappen gewonnen hatte. Bereits zu Beginn der Saison stellte Mark Cavendish seine FĂ€higkeiten als Sprinter unter Bewies, als er vier der sechs Etappen der Katar-Rundfahrt gewann und sich zudem den Gesamtsieg der Rundfahrt sicherte. Im Anschluss triumphierte auf fĂŒnf Etappen des Giro d’Italia und sicherte sich so die Punktewertung der Grand Tour. Bei der Tour de France gewann er zwei weitere Massensprints, musste sich im Kampf um das GrĂŒne Trikot jedoch dem Slowaken Peter Sagan geschlagen geben. Insgesamt feierte er in seiner ersten Saison 18 Etappensiege im Trikot der belgischen Mannschaft. Tom Boonen verpasste die ersten Rennen wegen einer Infektion, die er sich aufgrund einer Wunde im Bereich des Ellbogens zugezogen hatte.cite-ref-47[47] Sowohl bei Gent–Wevelgem als auch bei der Flandern-Rundfahrt schied er aufgrund von StĂŒrzen aus und sagte seinen Start bei Paris–Roubaix wegen einer Rippenfraktur ab.cite-ref-48[48] Sein erster und einziger Saisonsieg folgte erst im Juli im Rahmen der Tour de Wallonie. In Abwesenheit ihres KapitĂ€ns setzte das Omega Pharma-Quick-Step-Team bei den Klassikern auf seine MannschaftsstĂ€rke, wobei Niki Terpstra als Dritter auf dem Podium von Paris–Roubaix stand. Neben Mark Cavendish waren auch Tony Martin und Matteo Trentin bei der Tour de France erfolgreich, wobei Ersterer im Verlauf der Saison sieben Einzelzeitfahren gewinnen konnte. Bei der Vuelta a España sorgte Zdeněk Ć tybar fĂŒr einen weiteren Grand Tour-Etappensieg. Bei den Straßenradsport-Weltmeisterschaften wiederholte das belgische Team den Sieg im Mannschaftszeitfahren, ehe Tony Martin zum dritten Mal in Folge Einzelzeitfahrweltmeister wurde.

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Omega Pharma-Quick-Step Cycling Team/Saison 2013

Im Jahr 2014 verpflichtete die Omega Pharma-Quick-Step-Mannschaft gleich mehrere bekannte Radsportler. Mit dem Kolumbianer Rigoberto UrĂĄn sicherte sich die Mannschaft die Dienste eines aufstrebenden Gesamtklassement-Fahrers, der im Vorjahr den Giro d’Italia in Diensten des Team Sky auf dem zweiten Rang beendet hatte. Weiters wechselten Thomas De Gendt und Wout Poels vom Vacansoleil-DCM Pro Cycling Team zu der belgischen Mannschaft, wĂ€hrend Sylvain Chavanel und JĂ©rĂŽme Pineau die Mannschaft in Richtung IAM Cycling verließen. Mit Julian Alaphilippe und Petr Vakoč ĂŒbernahm man zudem zwei Fahrer aus dem Nachwuchsteam Etixx-iHNed. Der Fokus des weiterhin von Patrick Lefevere gefĂŒhrten Teams blieb jedoch nach wie vor auf den Klassikern. Im FrĂŒhjahr gewann Niki Terpstra vor Tom Boonen die Katar-Rundfahrt, wĂ€hrend MichaƂ Kwiatkowski die Algarve-Rundfahrt fĂŒr sich entschied. Der 23-jĂ€hrige Pole setzte sich wenig spĂ€ter bei dem Schotterrennen Strade Bianche durch und sorgte so fĂŒr den ersten Saisonsieg in der UCI WorldTour. Bei den belgischen FrĂŒhjahresklassikern war Tom Boonen bei Kuurne–BrĂŒssel–Kuurne erfolgreich, ehe Niki Terpstra Dwars door Vlaanderen gewann. Nachdem Stijn Vandenbergh als Vierter nur knapp das Podium bei der Flandern-Rundfahrt verpasste, nutzte das Omega Pharma-Quick-Step-Team seine MannschaftsstĂ€rke bei Paris–Roubaix, wobei Niki Terpstra nach einem Solo ĂŒber rund sechs Kilometer als Sieger hervorging.cite-ref-49[49] Mit Zdeněk Ć tybar und Tom Boonen konnte man zudem zwei weitere Fahrer in den Top 10 positionieren. Wenig spĂ€ter zeigte MichaƂ Kwiatkowski bei den Ardennen-Klassikern auf und stand als Dritter auf dem Podium von LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich. Nach den FrĂŒhjahresklassikern ging Rigoberto UrĂĄn als KapitĂ€n der Omega Pharma-Quick-Step-Mannschaft beim Giro d’Italia an den Start und ĂŒbernahm mit einem Etappensieg im Einzelzeitfahren der 12. Etappe die GesamtfĂŒhrung.cite-ref-50[50] Der Kolumbianer trug die Maglia Rosa fĂŒr vier Tage und wies zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als einer Minute auf, ehe er auf der verschneiten 16. Etappe in der Abfahrt des Passo dello Stelvio distanziert wurde und die GesamtfĂŒhrung an seinen Landsmann Nairo Quintana abgeben musste. Die Etappe war jedoch nicht unumstritten, da die Rennleitung fĂŒr die Abfahrt eine „langsame Fahrweise“ angekĂŒndigt hatte, wenngleich das Rennen nicht neutralisiert wurde.cite-ref-51[51] Schlussendlich beendete Rigoberto UrĂĄn die Italien-Rundfahrt erneut als Gesamtzweiter und sorgte so fĂŒr das erste Grand Tour-Podest der belgischen Mannschaft. Bei der Tour de France fokussierte man sich auf Etappensiege, wobei Matteo Trentin und Tony Martin nach dem frĂŒhen Ausfall von Mark Cavendish fĂŒr insgesamt drei Erfolge sorgten. Tony Martin konnte zudem am Ende der Saison ein Einzelzeitfahren der Vuelta a España fĂŒr sich entscheiden. FĂŒr das letzte Saisonhighlight sorgte MichaƂ Kwiatkowski der sich im spanischen Ponferrada zum Straßenradsport-Weltmeister krönte.

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Omega Pharma-Quick-Step Cycling Team/Saison 2014

Etixx-Quick Step (2015–2016)

Im Jahr 2015 Ă€nderte die Mannschaft ihren Namen auf Etixx-Quick Step, wobei Etixx eine Produktkette von Omega Pharma darstellte und der Sponsor somit derselbe blieb.cite-ref-52[52] Das Team konnte seine LeistungstrĂ€ger halten, wobei Thomas De Gendt und Wout Poels nach nur einer Saison ihren Arbeitgeber wechselten. Der bekannteste Neuzugang war der Belgier Yves Lampaert, der ebenfalls als aufstrebender Klassiker-Fahrer galt. Nach den ersten Saisonsiegen ging die Mannschaft bei den belgischen FrĂŒhjahresklassikern an den Start, wobei sich Niki Terpstra, Tom Boonen und Stijn Vandenbergh beim Omloop Het Nieuwsblad dem Briten Ian Stannard geschlagen geben musste, nachdem sich das Quartett in der finalen Phase des Rennens abgesetzt hatte.cite-ref-53[53] Nach einem Sturz bei Paris–Nizza blieb Tom Boonen bei der Flandern-Rundfahrt und bei Paris–Roubaix erneut hinter seinen frĂŒheren Leistungen zurĂŒck, wenngleich er beide Rennen in den Top 10 beendete.cite-ref-54[54] Anstelle des zwischenzeitlich 34-jĂ€hrigen Belgiers zeigten Niki Terpstra und Zdeněk Ć tybar auf, die jeweils bei einem der beiden Monumente als Zweiter auf dem Podest standen. Zdeněk Ć tybar konnte zudem mit der Strade Bianche sein erstes großes Eintagesrennen gewinnen. Bei den Ardennen-Klassikern setzte sich der Weltmeister MichaƂ Kwiatkowski am Ende des FrĂŒhjahres beim Amstel Gold Race durch, nachdem er die Algarve-Rundfahrt und Paris–Nizza als Gesamtzweiter beendet hatte.cite-ref-55[55] In den nachfolgenden Tagen belegte der erst 22-jĂ€hrige Julian Alaphilippe den zweiten Platz beim FlĂšche Wallonne und bei LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich, wobei er sich beide Male nur dem deutlich Ă€lteren Alejandro Valverde geschlagen geben musste.cite-ref-56[56] Anders als im Vorjahr konnte Rigoberto UrĂĄn beim Giro d’Italia nicht ĂŒberzeugen und Iljo Keisse sorgte am abschließenden Etappentag fĂŒr den einzigen Tageserfolg. Bei der Tour de France konnte die belgische Mannschaft durch Tony Martin, Zdeněk Ć tybar und Mark Cavendish insgesamt drei Etappen gewinnen. Am Ende der Saison folgten weitere Erfolge bei den grĂ¶ĂŸeren Eintagesrennen. ZunĂ€chst setzte sich Rigoberto UrĂĄn beim Grand Prix Cycliste de QuĂ©bec durch, ehe Tom Boonen den MĂŒnsterland Giro und Petr Vakoč Paris–Tours gewann.

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Etixx-Quick Step/Saison 2015

Nach drei Jahren verließ Mark Cavendish die belgische Mannschaft. Ersetzt wurde er durch den Deutschen Marcel Kittel, sowie den aufstrebenden Kolumbianer Fernando Gaviria, der bereits in der Saison 2015 als Stagiaire fĂŒr die Mannschaft gefahren war.cite-ref-57[57] Weitere prominente AbgĂ€nge waren Rigoberto UrĂĄn und MichaƂ Kwiatkowski. Als neuer Gesamtklassement-Fahrer wurde Daniel Martin ins Team geholt, der neben dem Allrounder Bob Jungels unter Vertrag genommen wurde. Nachdem die Mannschaft bei den FrĂŒhjahres-Klassikern hinter ihren Erwartungen zurĂŒckgeblieben war, zeigte der 35-jĂ€hrige Tom Boonen mit dem zweiten Rang bei Paris–Roubaix auf, wobei er sich im Sprint aus einer kleinen Gruppe nur dem Australier Mathew Hayman geschlagen geben musste, der den Großteil des Rennens in der Ausreißergruppe gefahren war.cite-ref-58[58] Bei den Ardennen-Klassikern belegte Julian Alaphilippe erneut den zweiten Rang beim FlĂšche Wallonne, bevor er mit dem Gesamtsieg bei der Kalifornien-Rundfahrt sein Potential neuerlich unter Beweis stellte. Nachdem er den Scheldeprijs gewonnen hatte, gewann Marcel Kittel zwei Massensprints beim Giro d’Italia, ehe seine Teamkollegen Gianluca Brambilla und Matteo Trentin zwei weitere Etappensiege beisteuerten. Ersterer trug zudem fĂŒr zwei Tage die Maglia Rosa.cite-ref-59[59] Im Anschluss war Marcel Kittel auch bei der Tour de France erfolgreich, wo er die 4. Etappe im Massensprint fĂŒr sich entschied. Am Ende der Frankreich-Rundfahrt sorgte Daniel Martin mit Rang neun fĂŒr die erste Top-10-Platzierung der Mannschaft in der Gesamtwertung. Bei der Vuelta a España folgten vier weitere Grand-Tour-Etappensiege durch Gianni Meersman, David de La Cruz und Gianluca Brambilla, ehe das Etixx-Quick-Step-Team erneut Weltmeister im Mannschaftszeitfahren wurde.

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Etixx-Quick Step/Saison 2016

Quick-Step Floors (2017–2018)

Im Vorfeld der Saison 2017 verließ Omega Pharma die Mannschaft nach vier Jahren, womit Quick-Step wie im Jahr 2011 als alleiniger Hauptsponsor fungierte. Das Team ging nun unter dem Namen Quick-Step-Floors an den Start.cite-ref-60[60] Bereits im Juli des Jahres 2016 gab Tom Boonen sein Karriereende nach Paris–Roubaix 2017 bekannt, womit die Mannschaft ihren LangzeitkapitĂ€n bei den Klassikern verlor.cite-ref-61[61] Als Ersatz sicherte man sich die Dienste des Belgiers Philippe Gilbert, der zwischen den Jahren 2009 und 2011 als einer der besten Klassiker-Fahrer zahlreiche große Rennen gewonnen hatte. Mit Enric Mas, Maximilian Schachmann und RĂ©mi Cavagna ĂŒbernahm das Team zudem drei Fahrer aus ihrem Nachwuchsprogramm, wĂ€hrend Tony Martin den bekanntesten Abgang darstellte.cite-ref-62[62] FĂŒr das erste Saisonhighlight sorgte der Franzose Julian Alaphilippe, als er sich bei Mailand–Sanremo im Anstieg des Poggio gemeinsam mit dem Weltmeister Peter Sagan und MichaƂ Kwiatkowski absetzen konnte und im Zielsprint als Dritter nur knapp seinen ersten großen Sieg verpasste. Wenige Tage spĂ€ter zog sich der 24-jĂ€hrige Franzose eine Knieverletzung bei der Baskenland-Rundfahrt zu und verpasste einen großen Teil der Saison.cite-ref-63[63] Bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern gewann Yves Lampaert als Solist vor seinem Teamkollegen Philippe Gilbert das Eintagesrennen Dwars door Vlaanderen, ehe sich dieser in der Gesamtwertung der 3 Tage von De Panne-Koksijde durchsetzte. Da er auch E3 Harelbeke auf dem Podium beendet hatte, ging Philippe Gilbert im Trikot des belgischen Meisters als Mitfavorit bei der Flandern-Rundfahrt an den Start. Bei dieser folgte er einem Antritt seines Teamkollegen Tom Boonen, der rund 90 Kilometer vor dem Ziel das Tempo in der Mauer von Geraardsbergen forcierte. In weiterer Folge bildete sich eine große Ausreißergruppe, in der drei Fahrer der Quick-Step-Floors-Mannschaft vertreten waren. Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel griff Philipe Gilbert im Anstieg des Oude Kwaremont aus der Spitzengruppe an und erreichte das Ziel als Solist mit einem Vorsprung von 29 Sekunden vor seinen ersten Verfolgern, wobei Niki Terpstra im Sprint um die weiteren PlĂ€tze den dritten Platz belegte.cite-ref-64[64] Nach seinem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt verzichtete Philippe Gilbert auf einen Start bei Paris–Roubaix und ging stattdessen zwei Wochen spĂ€ter beim Amstel Gold Race an den Start, das er im Zwei-Mann-Sprint gegen MichaƂ Kwiatkowski fĂŒr sich entschied.cite-ref-65[65] Dazwischen sorgte Zdeněk Ć tybar mit Rang zwei fĂŒr eine Top-Platzierung bei Paris–Roubaix, wobei Tom Boonen bei seinem letzten Rennen den Zielstrich als 13. ĂŒberquerte. Im Anschluss stand der Ire Daniel Martin als Zweiter auf dem Podest von LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich nachdem er sich auch beim FlĂšche Wallonne nur Alejandro Valverde geschlagen geben musste. Beim Giro d’Italia und der Tour de France dominierte die belgische Mannschaft die Massensprints, wobei Fernando Gaviria vier Etappen der Italien-Rundfahrt und Marcel Kittel fĂŒnf Etappen der Frankreich-Rundfahrt gewann. Ersterer sicherte sich zudem den Sieg in der Punktewertung, wĂ€hrend Marcel Kittel die Tour de France im grĂŒnen Trikot fahrend wenige Tage vor dem Ende nach einem Sturz aufgeben musste.cite-ref-66[66] Weiters sorgte Daniel Martin mit dem sechsten Gesamtrang fĂŒr die bis dahin beste Platzierung bei der Tour de France. Auch bei der Vuelta a España gewann das Quick-Step-Floors-Team gleich sechs Etappen, ehe Julian Alaphilippe nach seinem ersten Grand Tour-Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt Zweiter der Lombardei-Rundfahrt wurde und die Mannschaft somit bei jedem Monument der Saison auf dem Podium stand.cite-ref-67[67]

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Quick-Step Floors/Saison 2017

Mit Marcel Kittel, Daniel Martin und Matteo Trentin verließen drei LeistungstrĂ€ger die Mannschaft im Vorfeld der Saison 2018. Als Top-Sprinter sicherte sich das Team den Italiener Elia Viviani, sowie den 21-jĂ€hrigen Fabio Jakobsen. Weitere NeuzugĂ€nge waren die beiden DĂ€nen Kasper Asgreen und Michael MĂžrkĂžv, sowie den Ecuadorianer Jhonatan NarvĂĄez. Mit Siegen bei Le Samyn, Dwars door West-Vlaanderen, Nokere Koerse, Handzame Classic, Driedaagse Brugge-De Panne, E3 Harelbeke und Dwars door Vlaanderen zeigte die Mannschaft, dass sich auch nach dem Karriereende von Tom Boonen weiterhin die tonangebende Kraft bei den klassischen Eintagesrennen war. Die wichtigsten Erfolge gelangen im Anschluss dem NiederlĂ€nder Niki Terpstra, als er die Flandern-Rundfahrt gewann und als Dritter auf dem Podium von Paris–Roubaix stand. Nach zwei zweiten PlĂ€tzen gewann Julian Alaphilippe den FlĂšche Wallonne vor dem Rekordsieger Alejandro Valverde und galt so als Mitfavorit auf den Sieg beim wenige Tage spĂ€tere stattfindenden LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich.cite-ref-68[68] Beim Ă€ltesten Monument des Radsports war es jedoch sein Teamkollege Bob Jungels, der als Sieger hervorging, nachdem er sich rund 15 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg der CĂŽte de la Roche-aux-Faucons abgesetzt hatte.cite-ref-69[69] Der 25-jĂ€hrige Luxemburger, der in den beiden vorangegangenen Jahren die Nachwuchswertung des Giro d’Italia gewonnen hatte und beide Male in die Top 10 der Gesamtwertung gefahren war, ging im Anschluss erstmals bei der Tour de France an den Start, wo er in Abwesenheit eines klaren KapitĂ€ns den elften Rang in der Gesamtwertung belegte. Zuvor feierte die belgische Mannschaft fĂŒnf Etappensiege beim Giro d’Italia, wobei Elia Viviani vier davon im Massensprint gewann und so die Punktewertung fĂŒr sich entschied. Bei der Tour de France kamen vier weitere Grand Tour-Etappensiege durch Fernando Gaviria und Julian Alaphilippe hinzu. Ersterer gewann die Auftaktetappe und fuhr einen Tag im Gelben Trikot, wĂ€hrend der 26-jĂ€hrige Alaphilippe zwei anspruchsvolle Bergetappen fĂŒr sich entschied und so die Bergwertung gewann. Nach der Frankreich-Rundfahrt gewann Julian Alaphilippe mit der ClĂĄsica San SebastiĂĄn ein weiteres großes Eintagesrennen. Nachdem er bei den Cyclassics Hamburg triumphiert hatte, sicherte sich Elia Viviani auch drei Etappen der Vuelta a España, womit die Mannschaft wie im Vorjahr mehr als 10 Grand-Tour-Etappensiege einfahren konnte. FĂŒr Aufsehen sorgte jedoch in erster Linie der 23-jĂ€hrige Enric Mas, der die Spanien-Rundfahrt bei seinem zweiten Antritt als Zweiter beendete und die abschließende Bergankunft in Andorra gewann. Am Ende der Saison sicherte sich die belgische Mannschaft den letzten Weltmeistertitel im Mannschaftszeitfahren und fĂŒhrte erstmals das UCI-Ranking der besten Teams an.cite-ref-70[70]

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Quick-Step Floors/Saison 2018

Deceuninck-Quick Step (2019–2021)

Mit der Saison 2019 kam es zu einer richtungsweisenden VerĂ€nderung im Team, als der Langzeitteamchef Patrick Lefevere den 19-jĂ€hrigen Doppel-Juniorenweltmeister Remco Evenepoel unter Vertrag nahm. Die Dominanz des jungen Belgiers in den Juniorenklassen war so groß gewesen, dass er direkt zu einem UCI WorldTeam wechselte. Zudem wurde er in seiner Heimat mit der Radsport-Ikone Eddy Merckx verglichen, wobei er die Grand Tours als Ziel ausgab.cite-ref-71[71] Die Mannschaft, die mit Deceuninck einen neuen Co-Sponsor erhielt, war jedoch primĂ€r fĂŒr ihre Ergebnisse bei den Klassikern bekannt. Mit Mikkel FrĂžlich HonorĂ© gab es nur einen weiteren Neuzugang, wĂ€hrend mit Niki Terpstra, Fernando Gaviria, Maximilian Schachmann, Laurens De Plus und Jhonatan NarvĂĄez mehrere namhafte Fahrer die Mannschaft verließen. Nachdem Elia Viviani das Cadel Evans Great Ocean Road Race zu Beginn der Saison gewann, setzten sich Zdeněk Ć tybar und Bob Jungels beim Openning Weekend durch, ehe Julian Alaphilippe den Schotter-Klassiker Strade Bianche gewann. Nach zwei Etappensiegen bei Tirreno–Adriatico ging der Franzose bei Mailand–Sanremo an den Start, wo er sich im Sprint einer kleinen Gruppe durchsetzte und so erstmals ein Monument des Radsports fĂŒr sich entschied.cite-ref-72[72] Nachdem Zdeněk Ć tybar den E3 Harelbeke gewonnen hatte, wurde der DĂ€ne Kasper Asgreen ĂŒberraschend Zweiter der Flandern-Rundfahrt, ehe Philippe Gilbert nach einem enttĂ€uschenden FrĂŒhjahr Paris–Roubaix im Zwei-Mann-Sprint vor dem Deutschen Nils Politt gewann. Mit Rang drei sorgte Yves Lampaert bei dem französischen Monument fĂŒr einen weiteren Podiumsrang.cite-ref-73[73] FĂŒr ein weiteres Highlight sorgte Julian Alaphilippe mit seinem zweiten Sieg beim FlĂšche Wallonne. Nachdem die Mannschaft zum ersten Mal seit 2012 ohne Etappensieg beim Giro d’Italia geblieben war, setzte der Franzose seine bis dahin erfolgreichste Saison fort und gewann die 3. Etappe der Tour de France, womit er zugleich das Gelbe Trikot ĂŒbernahm. Dieses musste er nur kurzzeitig abgeben, ehe er auch das einzige Einzelzeitfahren gewann und die Rundfahrt nach der ersten Bergankunft auf dem Col du Tourmalet mit einem Vorsprung von zwei Minuten anfĂŒhrte.cite-ref-74[74] Im weiteren Rennverlauf hielt er sich lange Zeit schadlos und musste das Gelbe Trikot erst auf der 19. Etappe abgeben, als er im Anstieg des Col de l’Iseran distanziert wurde. Einen Tag vor dem Ende der Rundfahrt bĂŒĂŸte er schließlich mehrere Minuten ein und beendete die Frankreich-Rundfahrt schlussendlich auf dem 5. Gesamtrang.cite-ref-75[75] Nach der Tour de France gewann Remco Evenepoel ĂŒberraschend die ClĂĄsica San SebastiĂĄn, nachdem er kurzzeitig abgehĂ€ngt worden war und im Finale gemeinsam mit dem Letten Toms SkujiƆơ angriffen hatte.cite-ref-76[76] Am Ende der Saison war Elia Viviani beim Prudential RideLondon-Surrey Classic und den Cyclassics Hamburg erfolgreich, ehe Fabio Jakobsen, Philippe Gilbert und RĂ©mi Cavagna fĂŒr insgesamt fĂŒnf Etappensiege bei der Vuelta a España sorgten. Zudem zeigte Enric Mas mit dem Gesamtsieg bei der Tour of Guangxi auf.

Siehe auch

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Deceuninck-Quick-Step/Saison 2019

Mit Philippe Gilbert, Elia Viviani und dem aufstrebenden Enric Mas verließen drei LeistungstrĂ€ger die Mannschaft im Vorfeld der Saison 2020, wobei Sam Bennett als neuer Sprinter unter Vertrag genommen wurde. Weiter NeuzugĂ€nge waren JoĂŁo Almeida, Mattia Cattaneo und Fausto Masnada, die Remco Evenepoel bei den Rundfahrten unterstĂŒtzen sollten. Der junge Belgier, der bereits im Vorjahr mehrere Rennen gewinnen hatte können, startete mit Gesamtsiegen bei der Vuelta a San Juan und Algarve-Rundfahrt in die Saison, ehe diese aufgrund der COVID-19-Pandemie unterbrochen wurde.cite-ref-77[77] Nach der Wiederaufnahme des Renngeschehens wurden die ersten großen Eintagesrennen im August in Italien abgehalten, wobei sich Julian Alaphilippe bei Mailand–Sanremo nur dem Belgier Wout van Aert geschlagen geben musste.cite-ref-78[78] Bei der Tour de France gewann er erneut eine Etappe und trug das Gelbe Trikot fĂŒr drei Tage, wobei er diesmal in der Gesamtwertung keine Rolle spielte. Sein Teamkollege Sam Bennett gewann zwei Sprint-Etappen und sorgte fĂŒr den ersten Sieg in der Punktewertung seit Tom Boonen im Jahr 2007.cite-ref-79[79] Nach der Frankreich-Rundfahrt fanden die Weltmeisterschaften in Imola statt, wo sich Julian Alaphilippe seinen ersten Titel nach einem Solo von zwölf Kilometern sicherte.cite-ref-80[80] Im Anschluss bestritt er sein erstes Rennen im Regenbogentrikot bei LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich, wo er im Sprint um den Sieg aufgrund seiner gefĂ€hrlichen Fahrweise auf den fĂŒnften Rang zurĂŒckversetzt wurde.cite-ref-81[81] Im Oktober ging Alaphilippe bei der Flandern-Rundfahrt an den Start, wo er sich in der entscheidenden Rennphase gemeinsam mit Mathieu van der Poel und Wout van Aert absetzte, ehe er mit einem Begleitmotorrad kollidierte und seine Saison verletzungsbedingt beenden musste.cite-ref-82[82] Nach der COVID-19 bedingten Rennpause stellte auch Remco Evenepoel sein Potential unter Beweis, als er mit der Burgos-Rundfahrt und Polen-Rundfahrt auch seine weiteren Etappenrennen gewann. Bevor er sein Grand-Tour-DebĂŒt beim Giro d’Italia geben sollte, zog er sich bei der Lombardei-Rundfahrt schwere Verletzungen zu, als er in einer Abfahrt von einer BrĂŒcke fiel und rund neun Meter in die Tiefe stĂŒrzte.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84] In Abwesenheit seines KapitĂ€ns zeigte der 22-jĂ€hrige JoĂŁo Almeida auf, der das Rosa Trikot auf der 3. Etappe ĂŒbernahm und erst wenige Tage vor dem Ende der Rundfahrt abgeben musste. Schlussendlich belegte er mit einem RĂŒckstand von rund drei Minuten den vierten Gesamtrang.cite-ref-85[85] Am Ende der Saison gewann Yves Lampaert die Classic Brugge-De Panne, ehe Sam Bennett fĂŒr den dritten Grand Tour-Etappensieg bei der Vuelta a España sorgte. Sein Sprintkollege Fabio Jakobsen zog sich bei einem Sturz im Rahmen der Polen-Rundfahrt lebensgefĂ€hrliche Verletzungen zu und fiel ebenso wie Julian Alaphilippe und Remco Evenepoel fĂŒr den Rest des Jahres aus.cite-ref-86[86]

Siehe auch

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Deceuninck-Quick-Step/Saison 2020

Im Jahr 2021 kehrte der Mark Cavendish zu der belgischen Mannschaft zurĂŒck. Der zwischenzeitlich 35-jĂ€hrige Brite hatte zuletzt jedoch nicht ĂŒberzeugen können und stand kurz vor seinem Karriereende, ehe er einen Einjahresvertrag mit dem vorgeschriebenen Mindestgehalt erhielt.cite-ref-87[87] Mit Ilan Van Wilder sicherte sich die Mannschaft zudem die Dienste eines weiteren aufstrebenden Belgiers, wĂ€hrend Bob Jungels die Mannschaft nach fĂŒnf Jahren verließ. Zu Beginn der Saison zeigte der Italiener Davide Ballerini mit mehreren Erfolgen auf, wobei er auch den Omloop Het Nieuwsblad im Massensprint gewann. Julian Alaphilippe blieb im FrĂŒhjahr zunĂ€chst hinter seinen Erwartungen zurĂŒck, stand jedoch als Zweiter auf dem Podium der Strade Bianche. Nach zwei Etappensiegen bei Paris–Nizza setzte sich Sam Bennett bei der Classic Brugge-De Panne durch, ehe Kasper Asgreen mit E3 Harelbeke das wichtigste Vorbereitungsrennen im Vorfeld der Flandern-Rundfahrt gewann. Bei dieser konnte der 26-jĂ€hrige DĂ€ne als einziger Fahrer den Angriffen von Mathieu van der Poel folgen und triumphierte im abschließenden Sprint, womit er seinen bislang grĂ¶ĂŸten Erfolg einfuhr.cite-ref-88[88] Nachdem Paris–Roubaix nach der Absage im Vorjahr in den Herbst verschoben worden war, ging Julian Alaphilippe als KapitĂ€n bei den Ardennen-Klassikern an den Start, wo er den FlĂšche Wallonne gewann und hinter Tadej Pogačar Zweiter von LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich wurde. Unterdessen gingen Mark Cavendish und der genesenen Fabio Jakobsen bei der TĂŒrkei-Rundfahrt an den Start, bei der Ersterer gleich vier Etappen gewann und sich somit um einen Startplatz bei der Tour de France ins Spiel brachte.cite-ref-89[89] Zudem kam es vermehrt zu Spannungen zwischen Sam Bennett und dem Teamchef Patrick Lefevere, was die Chancen des Briten weiter erhöhten.cite-ref-90[90] Nach langer Verletzungspause kehrte Remco Evenepoel im Rahmen des Giro d’Italia ins Renngeschehen zurĂŒck, ohne ein Vorbereitungsrennen bestritten zu haben.cite-ref-91[91] Der 21-jĂ€hrige Belgier lieferte sich auf den ersten Etappen ein erbittertes Duell mit dem Kolumbianer Egan Bernal, ehe er auf der Schotteretappe des 11. Abschnitts viel Zeit einbĂŒĂŸte und das Rennen schlussendlich nach 17. Etappen aufgab.cite-ref-92[92] Nach dem Ausscheiden des Belgiers ĂŒbernahm erneut JoĂŁo Almeida die KapitĂ€nsrolle, wobei der junge Portugiese mit dem sechsten Gesamtrang erneut aufzeigte.cite-ref-93[93] Mit Mark Cavendish und Julian Alaphilippe ging die Deceuninck-Quick Step-Mannschaft im Anschluss ohne Gesamtklassement-Ambitionen bei der Tour de France an den Start, wobei der Weltmeister die 1. Etappe gewann und fĂŒr einen Tag das Gelbe Trikot trug. Mark Cavendish zeigte mit frĂŒherer Dominanz auf und gewann vier Massensprints, womit er zum zweiten Mal die Punktewertung der Frankreich-Rundfahrt fĂŒr sich entschied.cite-ref-94[94] Auch bei der Vuelta a España fokussierte sich die belgische Mannschaft auf Etappensieg, wobei Fabio Jakobsen gleich dreimal erfolgreich war und sich so in der Punktewertung durchsetzte.cite-ref-95[95] Florian SĂ©nĂ©chal steuerte einen weiteren Tageserfolg bei. Gegen Ende der Saison gewann JoĂŁo Almeida die Polen-Rundfahrt, wĂ€hrend Remco Evenepoel die Belgien-Rundfahrt, DĂ€nemark-Rundfahrt und die Coppa Bernocchi fĂŒr sich entschied. FĂŒr einen gebĂŒhrenden Saison-Abschluss sorgte der Franzose Julian Alaphilippe, der seinen Weltmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigte.

Siehe auch

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Deceuninck-Quick-Step/Saison 2021

Quick-Step Alpha Vinyl Team (2022)

Nach den Streitigkeiten im Vorjahr verließ Sam Bennett die belgische Mannschaft. Auch JoĂŁo Almeida wechselte das Team, da er seine Ambitionen als Gesamtklassement-Fahrer in der Gegenwart von Remco Evenepoel nicht erfĂŒllen konnte.cite-ref-96[96] Deceuninck verließ die Mannschaft wurde neuer Co-Sponsor von Alpecin-Fenix, einer Mannschaft, die um den Klassiker-Spezialisten Mathieu van der Poel aufgebaut worden war.cite-ref-97[97] Das Team von Patrick Lefevere ging nun als Quick-Step Alpha Vinyl Team an den Start, wobei sich die Gesamtklassement-Ambitionen um Remco Evenepoel vermehrt in den Vordergrund drĂ€ngten. Die damit einhergehende Transferpolitik spiegelte sich in den Ergebnissen bei den großen Eintagesrennen wider, wobei die Mannschaft mit Kuurne–BrĂŒssel–Kuurne nur einen Kopfsteinpflaster-Klassiker fĂŒr sich entscheiden konnte. Auch der Doppel-Weltmeister Julian Alaphilippe konnte im FrĂŒhjahr nicht an seine gewohnten Leistungen anschließen. Nachdem der zwischenzeitlich 29-jĂ€hrige Franzose das Podest beim FlĂšche Wallonne verpasst hatte, ging er gemeinsam mit Remco Evenepoel bei LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich an den Start, wobei er sich bei einem Sturz schwere Verletzungen zuzog.cite-ref-98[98] Remco Evenepoel, der im FrĂŒhjahr bereits die Algarve-Rundfahrt gewonnen hatte, trat rund 30 Kilometer vor dem Ziel im Anstieg der CĂŽte de La Redoute an und schloss als Solist zu den Ausreißern auf, ehe er auch diese distanzierte und sein erstes Monument des Radsports gewann.cite-ref-99[99] Beim Giro d’Italia und der Tour de France setzte das Quick-Step Alpha Vinyl Team auf seine Sprinter. Mark Cavendish gewann eine Etappe der Italien-Rundfahrt, ehe Fabio Jakobsen einen Abschnitt der Frankreich-Rundfahrt fĂŒr sich entschied. FĂŒr ein weiteres Saisonhighlight sorgte der Belgier Yves Lampaert, der ĂŒberraschend das Auftaktzeitfahren der Tour de France in Kopenhagen gewann und fĂŒr einen Tag das Gelbe Trikot trug.cite-ref-100[100] Am Ende der Saison ging Remco Evenepoel erstmals als KapitĂ€n bei der Vuelta a España an den Start. Nachdem er die Tour of Norway und die ClĂĄsica San SebastiĂĄn dominiert hatte, galt er neben dem Slowenen PrimoĆŸ Roglič als Favorit auf den Gesamtsieg.cite-ref-101[101] Auf der 6. Etappe konnte er sich erstmals von seinen Kontrahenten lösen und ĂŒbernahm das Rote Trikot, ehe er seine GesamtfĂŒhrung mit seinem ersten Grand-Tour-Etappensieg im Rahmen des Einzelzeitfahrens der 10. Etappe weiter ausbaute.cite-ref-102[102] Zwar konnte ihm PrimoĆŸ Roglič in der letzten Woche ein paar Sekunden abnehmen, doch nach dem Ausscheiden des Slowenen fixierte Remco Evenepoel im Alter von 22 Jahren den ersten Grand Tour-Sieg der belgischen Mannschaft, nachdem er auf dem 18. Abschnitt einen weiteren Etappensieg feierte.cite-ref-103[103]cite-ref-104[104] Nur einen Monat spĂ€ter holte er seine insgesamt dritte Medaille im Zeitfahren der Weltmeisterschaften, ehe er das Straßenrennen als Solist gewann und erstmals das Regenbogentrikot ĂŒberstreifen durfte.cite-ref-105[105]

Siehe auch

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Quick-Step Alpha Vinyl Team/Saison 2022

Soudal Quick-Step (ab 2023)

Ab dem Jahr 2023 stieg das belgische Unternehmen Soudal als neuer Hauptsponsor ein, nachdem es die jahrelange Kooperation mit der Lotto-Soudal-Mannschaft beendete.cite-ref-106[106] Nach zwei Jahren verließ Mark Cavendish die belgische Mannschaft, die sich in den Sprints nun um den 26-jĂ€hrigen Fabio Jakobsen aufstellte. Mit Zdeněk Ć tybar, Iljo Keisse, Mikkel FrĂžlich HonorĂ© und Stijn Steels verließen gleich mehrere Klassiker-Fahrer die Mannschaft, die unterdessen verstĂ€rkt auf Remco Evenepoel abgestimmt worden war. Mit Jan Hirt erhielt der junge Belgier einen erfahrenen Helfer in den Bergen, wĂ€hrend Tim Merlier als neuer Sprinter hinzukam. Bei den FrĂŒhjahres-Klassikern spielte das Team um Kasper Asgreen und Julian Alaphilippe nur noch eine untergeordnete Rolle, wĂ€hrend sowohl Fabio Jakobsen als auch Tim Merlier mehrere Massensprints fĂŒr sich entscheiden konnten.cite-ref-107[107] FĂŒr den ersten nennenswerten Erfolg sorgte Remco Evenepoel als er die UAE Tour gewann. Nachdem der Belgier sich bei der Katalonien-Rundfahrt nur knapp dem Slowenen PrimoĆŸ Roglič geschlagen geben musste, ging er als Titelverteidiger im Regenbogentrikot bei LĂŒttich–Bastogne–LĂŒttich an den Start, wo er wie im Vorjahr im Anstieg der CĂŽte de la Redoute antrat und als Solist mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute triumphierte. Das Rennen hĂ€tte zugleich den ersten großen Schlagabtausch mit dem Rad-Star Tadej Pogačar darstellen sollen, der das Rennen jedoch aufgrund eines Sturzes aufgab.cite-ref-108[108] Im Anschluss ging Remco Evenepoel als Mitfavorit beim Giro d’Italia an den Start, wo er das Auftaktzeitfahren gewann und erstmals in die Maglia Rosa schlĂŒpfte.cite-ref-109[109] Nachdem er auch das Einzelzeitfahren der 9. Etappe gewonnen hatte, fĂŒhrte er die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 45 Sekunden an, ehe er die Rundfahrt aufgrund einer COVID-19-Infektion verlassen musste.cite-ref-110[110] Bei der Tour de France blieb die Mannschaft hinter ihren Erwartungen zurĂŒck, wobei Kasper Asgreen kurz vor dem Ende der Rundfahrt die 18. Etappe aus einer Ausreißergruppe gewann. Das schlechte Abschneiden seiner Fahrer veranlasste den Teamchef Patrick Lefevere zu kontroversen Aussagen, wobei er seine Kritik insbesondere auf Julian Alaphilippe lenkte, der in der gesamten Saison 2023 nur einen Tagessieg feierte.cite-ref-111[111] Im Vorfeld der Vuelta a España wurde Remco Evenepoel Dritter der Tour de Suisse und gewann zum dritten Mal die ClĂĄsica San SebastiĂĄn, ehe er Einzelzeitfahrweltmeister in Glasgow wurde. Bei der Spanien-Rundfahrt ĂŒbernahm Evenepoel das Rote Trikot auf der 3. Etappe, die mit einer Bergankunft in Andorra zu Ende ging.cite-ref-112[112] Drei Tage spĂ€ter musste er es jedoch an einen Fahrer der Fluchtgruppe abgeben, ehe er auf der 13. Etappe im vorletzten Anstieg des Tages einbrach und seine Ambitionen im Gesamtklassement begraben musste.cite-ref-113[113] WĂ€hrend die Jumbo-Visma-Mannschaft mit Sepp Kuss, Jonas Vingegaard und PrimoĆŸ Roglič einen Dreifach-Sieg feierte, ging Remco Evenepoel vermehrt in Ausreißergruppen und gewann zwei weitere Etappen sowie die Bergwertung.cite-ref-114[114] Neben Remco Evenepoel zeigten auch Ilan Van Wilder und Andrea Bagioli am Ende der Saison auf. Die beiden siegten bei Tre Valli Varesine bzw. Gran Piemonte, ehe letzterer hinter Tadej Pogačar zweiter der Lombardei-Rundfahrt wurde.

Siehe auch

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Soudal Quick-Step/Saison 2023

Im Vorfeld der Saison 2024 stand eine Fusion mit der Jumbo-Visma-Mannschaft im Raum, wobei Richard Plugge als CEO an der Spitze des Teams stehen sollte.cite-ref-115[115] Nach heftiger Kritik von Seiten der des Soudal Quick-Step-Teams wurde der Zusammenschluss jedoch Anfang Oktober abgesagt und Patrick Lefevere als Teamchef bestĂ€tigt.cite-ref-116[116] Der zwischenzeitlich 68-jĂ€hrige Langzeitchef stellte jedoch mit JĂŒrgen ForĂ© seinen spĂ€teren Nachfolger vor, wobei unklar war, wann dieser die Mannschaftsleitung ĂŒbernehmen wĂŒrde.cite-ref-117[117] Mit Mikel Landa sicherte sich das Soudal Quick-Step-Team einen wichtigen Helfer, der bereits Grand Tours auf dem Podium beendet hatte. Ein weiterer Neuzugang war der Nachwuchsfahrer William Junior Lecerf, wĂ€hrend Fabio Jakobsen, Florian SĂ©nĂ©chal, RĂ©mi Cavagna und Michael MĂžrkĂžv, sowie weitere Klassiker-Fahrer die Mannschaft verließen. Dies zeigte sich in den Leistungen bei den großen Eintagesrennen, wobei die Mannschaft erstmals in ihrer Geschichte weder bei der Flandern-Rundfahrt noch bei Paris–Roubaix einen Fahrer in den Top 10 platzieren konnte.cite-ref-118[118] Remco Evenepoel gewann zu Beginn der Saison die Figuera Classic, ehe er nach einem Gesamtsieg bei der Algarve-Rundfahrt Gesamtzweiter von Paris–Nizza wurde. Bei der Baskenland-Rundfahrt wurde er ebenso wie Jonas Vingegaard und PrimoĆŸ Roglič in einen Massensturz verwickelt, bei dem er sich mehrere Frakturen zuzog und eine lĂ€ngere Rennpause einlegen musste.cite-ref-119[119] Nach einem weiteren enttĂ€uschenden FrĂŒhjahr gewann Julian Alaphilippe eine Etappe des Giro d’Italia nach einer langen Flucht und setzte damit erstmals seit langem wieder ein Ausrufezeichen.cite-ref-120[120] Durch Tim Merlier, der zum neuen Top-Sprinter aufgestiegen war, kamen drei weitere Etappensiege hinzu, wĂ€hrend Jan Hirt als Achter in die Top 10 der Gesamtwertung fuhr. Nach seiner Genesung bereitete sich Remco Evenepoel auf seine erste Tour de France vor, wo er neben Tadej Pogačar, Jonas Vingegaard und PrimoĆŸ Roglič zu den Mitfavoriten zĂ€hlte. Der Belgier prĂ€sentierte sich dabei als einer der stĂ€rksten Fahrer und beendete die Rundfahrt schlussendlich als bester Nachwuchsfahrer auf dem dritten Gesamtrang.cite-ref-121[121] Zudem gewann er das Einzelzeitfahren der 7. Etappe. Nur eine Woche spĂ€ter ging Evenepoel bei den Olympischen Spielen von Paris an den Start, wo er sich sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen durchsetzte.cite-ref-122[122] Weiters verteidigte er in ZĂŒrich seinen Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren und wurde am Ende der Saison hinter Tadej Pogačar Zweiter der Lombardei-Rundfahrt.

Siehe auch

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Soudal Quick-Step/Saison 2024

Nach elf Jahren verließ Julian Alaphilippe die Quick-Step-Mannschaft. Weiters verlor das Team mit Kasper Asgreen, Fausto Masnada und Jan Hirt weitere LeistungstrĂ€ger. Die bekanntesten NeuzugĂ€nge sind Ethan Hayter, Valentin Paret-Peintre und Maximilian Schachmann, der nach sechs Jahren zu der belgischen Mannschaft zurĂŒckkehrt. Der Teamleader Remco Evenepoel zog sich bei einem Trainingssturz im Dezember mehrere Frakturen zu und wird voraussichtlich erst bei den Ardennen-Klassikern ins Renngeschehen einsteigen.cite-ref-123[123]cite-ref-124[124]

Platzierungen in UCI-Ranglisten


UCI-Weltrangliste 2003/04

| Saison | Team | Fahrer |
|---|---|---|
| 2003 | 2. | Italien Paolo Bettini (1.) |
| 2004 | 7. | Italien Paolo Bettini (2.) |

UCI ProTour

| Saison | Team | Fahrer |
|---|---|---|
| 2005 | 12. | Belgien Tom Boonen (2.) |
| 2006 | 13. | Belgien Tom Boonen (7.) |
| 2007 | 5. | Belgien Tom Boonen (21.) |
| 2008 | 8. | Belgien Stijn Devolder (7.) |

UCI World Calendar

| Saison | Team | Fahrer |
|---|---|---|
| 2009 | 8. | Australien Allan Davis (11.) |
| 2010 | 16. | Belgien Tom Boonen (18.) |

UCI World Tour

| Saison | Team | Fahrer |
|---|---|---|
| 2011 | 16. | Belgien Tom Boonen (30.) |
| 2012 | 4. | Belgien Tom Boonen (3.) |
| 2013 | 7. | Polen MichaƂ Kwiatkowski (23.) |
| 2014 | 4. | Polen MichaƂ Kwiatkowski (16.) |
| 2015 | 4. | Kolumbien Rigoberto UrĂĄn (13.) |
| 2016 | 7. | Irland Daniel Martin (10.) |
| 2017 | 2. | Belgien Philippe Gilbert (10.) |
| 2018 | 1. | Italien Elia Viviani (6.) |

Mannschaft 2026

Weblinks

Commons

: Soudal Quick-Step

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Offizielle Website (niederlĂ€ndisch, englisch)
‱ Soudal Quick-Step in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ "The Patrick Lefevere-era." Abgerufen am 17. Dezember 2024.
cite-note-3-33. ↑ cyclingnews.com vom 2. Januar 2011: Quick Step presented with new financial backer
cite-note-1-44. ↑ James Witts: The boss: Deceuninck-QuickStep manager Patrick Lefevere profile. In: Cyclist. 2. Juli 2019, abgerufen am 22. September 2024 (englisch).
cite-note-55. ↑ Soudal -Quick-Step stellt Lefeveres Nachfolger vor | radsport-news.com. Abgerufen am 17. Dezember 2024.
cite-note-66. ↑ Lefevere tritt bei Soudal - Quick-Step als CEO zurĂŒck | radsport-news.com. Abgerufen am 19. Dezember 2024.
cite-note-77. ↑ radsport-news.com: Patrick Lefevere Quick Step verlĂ€sst Profiteam-Vereinigung AIGCP abgerufen am 10. Juni 2008
cite-note-88. ↑ cyclingnews.com vom 8. August 2011:Lefevere holding out for Gilbert and Van Den Broeck (englisch)
cite-note-99. ↑ vgl. Linkedin-Profil von Lefevere@1@2Vorlage:Toter Link/lu.linkedin.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2019. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 3. April 2014
cite-note-1010. ↑ Keine Fusion zwischen Soudal - Quick-Step und Jumbo - Visma. In: radsport-news.com. 6. Oktober 2023, abgerufen am 7. Oktober 2023.
cite-note-1111. ↑ VeloNews.com: Mapei to end cycling sponsorship. In: Velo. 30. November 1, abgerufen am 22. September 2024 (amerikanisches Englisch).
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cite-note-7171. ↑ Gregor Brown: Rising star Remco Evenepoel: 'I'm not the next Eddy Merckx, I'm the new me'. 26. September 2018, abgerufen am 12. Dezember 2024 (englisch).
cite-note-7272. ↑ Gregor Brown: Julian Alaphilippe on Milan-San Remo win: 'This is a huge moment in my career'. 23. MĂ€rz 2019, abgerufen am 16. Dezember 2024 (englisch).
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